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Posts Tagged ‘Unwetter’

Fango

Es gibt Erdenbürger (auch Männer habe ich mir sagen lassen), die sich für viel Geld miefende Algen- und Seegrasbiomasse an ihren Luxuskörper schmieren lassen. An unserem Hausstrand gibt’s die Naturstoffe kostenlos. Mit feinkörnigem Sand durchsetzt, fördert die Substanz bei der Applikation auch die Durchblutung. Zudem löst das Peeling alte Hautrückstände und verhilft so zu einem frischen Teint. Nur einsammeln muss man es selber. Dafür liegt genügend rum. Und es wird stündlich mehr.

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Sandsack

Ein Badeausflug ins Meer bei erhöhtem Wellengang ist nicht ohne. Vor allem dann, wenn die Gelenkigkeit der Schwimmerin augfrund ihres hohen Alters und dem noch höheren Gewicht ziemlich stark eingeschränkt ist. Ich nehm’s vorweg. Der Dame ist nichts passiert, ausser, dass sie mit ihrer unbeholfenen Art für einige Lacher sorgte.

Der Reihe nach. Rein optisch lud das Meer nicht zum Bade. Das Unwetter sorgte für ziemlich trübes Wasser. Seegras so weit das Auge reicht. Der immer noch starke Wellengang wirbelt zudem Unmengen Sand auf. Das Meer, am Sonntag noch blau, präsentiert sich in einem dreckigen braun.

Mit Badehaube und übergroßem Badeanzug (die Dame muss schon schwerere Zeiten erlebt haben), nähert sie sich dem Flutsaum. Die erste Welle ging noch gut, die zweite war stärker. Die Brandung kugelt die Badenixe von Wellenkamm zu Wellenkamm. Anmutig wie eine Kegelrobbe an Land und agil wie eine auf dem Panzer liegende Schidkröte, wehrt sich die Planscherin vor dem salzigen Nass. Mein Gehirn weckte schon das Helfersyndrom in mir und rief mir das Gelernte aus der Baywatch Serie in Erinnerung, als eine Gentleman-Welle die Dame in eine, zum Aufstehen aussichtsreiche Position spühlte. Tatsächlich nutzte die Artistin das Offering und versuchte sich auf zwei wackelige Beine zu stellen. Doch irgendwie waren die Gewichtsverhältnisse während der Spühlung durcheinander geraten. Der Schwerpunkt der Dame war deutlich aus den Fugen geraten. Doch ihre Bemühungen zeigten Früchte. Rund zehn Sekunden dauerte die Austarierung und die Dame stand. Wenn auch wacklig, sie stand. Die Zuschauer der filmreifen Szene entdeckten nun auch den Grund für die Gleichgewichtsprobleme. Zwischen ihren Beinen strebte ihr Badeanzug sackförmig der Erde zu. Ein Kilo Sand in dieser Körpergegend ist unangenehm für die Betroffene, ein Brüller aber für die Zuschauerkulisse. Umso komischer, weil die Dame aufgrund ihrer Körperdimensionen unmöglich sehen konnte, was da zwischen ihren Beinen baumelte. Hengstähnliche Dimensionen – Neider auf sicher.

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